Axomera

Axomera in der Schmerztherapie

Interview mit Dr. med. Mariam El Mozayen,
Fachärztin für Anästhesie und Schmerztherapie

In Rheinböllen, dem „Tor zum Hunsrück“, befindet sich die Privatarztpraxis „die Schmerzdocs“ von Dr.med. Mariam El Mozayen mit ihrem Team. Dr. med. El Mozayen ist FÄ für Anästhesie mit der Zusatzbezeichnung “Spezielle Schmerztherapie und spezielle Palliativmedizin”. Ihr breites Fachwissen hat sie im Rahmen ihrer Ausbildung, u. a. in den Bereichen der inneren Medizin, Chirurgie und im DRK Schmerzzentrum Mainz unter der Leitung von Professor Casser erweitert. Zusätzlich erfolgte eine stete Weiterbildung in der integrativen Medizin und Akupunktur. Obwohl der Hunsrück eher zu den strukturschwachen Gebieten in Deutschland gehört, erlebte ihre im Jahr 2020 gegründete Privatarztpraxis eine rasche Zunahme der Patientennachfrage. Dies liegt unter anderem an den umfangreichen Therapieangeboten. Diese beinhalten folgende Schwerpunkte: Klassische, leitliniengerechte Schmerztherapie, naturheilkundliche, integrative Therapie, Infusionstherapien, verschiedene physikalische Therapien, Akupunktur und Laserakupunktur sowie die TCM. Vor gut einem Jahr hat Frau Dr. med. El-Mozayen die Axomera-Therapie eingeführt. Diese hat sich medizinisch als auch ökonomisch zu einem Schwerpunkt der Praxis entwickelt.

Wie hast Du von Axomera gehört?

Wir schickten eine junge Patientin mit einer linksseitigen Hyperästhesie nach Hirnblutung zur stationären Therapie in die Vitos-Klinik Kassel. Dort wurde sie u. a. mit Axomera behandelt. Das war neu für mich und so habe ich im Internet nachgelesen, die Onlineschulung auf der Axomera-Website gemacht und los gings. Das ist jetzt fast ein Jahr her und seitdem habe ich viele Patienten behandelt. Ich wollte ja schnell Erfahrungen sammeln und mit der der Online-Schulung, der anschließenden Probezeit und auch durch meine Akupunkturkenntnisse war der Einstieg sehr leicht für mich.

Was ist Dein Resümee — wo setzt Du heute Axomera in der Schmerztherapie ein?

Immer dann, wenn ich vermute, dass Entzündungsprozesse eine Rolle spielen. Dazu gehören folgende Erkrankungen: Gelenkschmerzen bei Arthrosen der Gelenke, Schmerzen nach Operationen und Verletzungen, Nervenschmerzen nach Bandscheibenvorfällen, HWS-Syndrom, degenerative LWS-Syndrome, auch nach mehrfachen Operationen, Versteifungen und Nukleotomien, sowie Karpaltunnelsyndrom und CRPS Typ 1, der Morbus Sudeck.

Des weiteren Migräne, Spannungskopfschmerz, Trigeminusneuralgie, atypischer Gesichtsschmerz. Allergiebehandlung von Heuschnupfen und Hausstaub. Bei Sportverletzungen wie Muskelfaserrissen, Bandrupturen und Distorsionen.
Entzündungen und Überlastungsschäden der Achilles- und Patellarsehne sowie Epicondylitis humeri radialis und ulnaris. Insgesamt eine ziemlich breite Palette.

Gibt es einen Fall, an den Du Dich besonders erinnerst?

Allerdings. Sehr eindrücklich war ein Patient, der sich vor 20 Jahren bei einem Skiunfall die Schulter ausgekugelt hatte und trotz sofortiger guter ärztlicher Versorgung ein chronisches Schmerzsyndrom entwickelte. Sport war seine Leidenschaft, aber schmerzfrei Skifahren und Tennis spielen war nur noch bedingt möglich. Fünf Axomera Therapien haben gereicht. Er ist absolut happy und kann seine sportlichen Aktivitäten wieder schmerzfrei genießen.

Und wie viele Axomera Sitzungen benötigst Du normalerweise?

Ich avisiere erstmal zwei bis drei Sitzungen, und dann sehe ich, in welche Richtung es geht. Manchmal sind schon zwei Sitzungen ausreichend, manchmal brauche ich sechs oder ganz selten auch mal zehn Sitzungen.

10 Sitzungen? Wo zum Beispiel?

Zum Beispiel bei der Postzosterneuralgie, z. B. bei Befall des ersten und zweiten Trigeminusastes. Dies sind quälende Schmerzen, meist chronisch über Jahre. Und mit Axomera werden diese quälenden Zosterschmerzen schon nach ein bzw. zwei Sitzungen gelindert. Die Dysästhesie ist dann oft kaum noch wahrnehmbar und die brutalen, einschießenden und blitzartigen Schmerzen verschwinden fast ganz. Die Patienten brauchen viel weniger Medikamente, was für eine Steigerung der Lebensqualität!

Aber hier hält die Wirkung meist nur für eine gewisse Zeit an und die Patienten kommen dann, ganz aus eigener Motivation, alle 2-4 Wochen zur Erhaltungstherapie.

Wie hat sich Axomera für die Reputation Deiner Praxis ausgewirkt?

Auch ohne dass ich Axomera auf unserer Webseite habe, fragen die Patienten gezielt danach. Durch Mundpropaganda und die positiven Erfahrungsberichte kommen immer mehr Behandlungsfälle hinzu.

…und wirtschaftlich?

Axomera hat wirtschaftlich eine Steigerung ermöglicht. Ich führe oft sechs bis acht Axomera Behandlungen pro Tag durch, das sind 30 – 40 pro Woche. Eigentlich bräuchte ich dringend weitere Stimulationsgeräte. Für Privatpatienten ist die Erstattung meist problemlos, zudem werden auch viele Selbstzahler behandelt.

Axomera — eine neue Dimension in der Schmerztherapie?

Ich würde sagen: Auf jeden Fall! Weil man schnelle Erfolge erzielt und auf medikamentöse Therapien verzichten kann.
Und Axomera kann mit vielen anderen Verfahren kombiniert werden. Solche guten Erfolge und Therapieergebnisse habe ich vor Axomera nicht gehabt.

Die Dankbarkeit der Patienten bestätigt das. Ja, es ist wirklich eine neue Dimension

Was würdest Du Kollegen sagen, wenn Du über Axomera redest?

Liebe Kollegen, die Axomera-Therapie ist eine großartige, neue Therapieform, die man nicht mit etwas anderem vergleichen kann. Wenn man mit integrativer Medizin und Schmerzpatienten arbeitet, sollte man diese Form der Therapie dem Patienten nicht vorenthalten. Viele Kollegen möchten gerne mehr über diese Therapie erfahren, gerade hat sich eine Kollegin aus Berlin zur Hospitation angemeldet.

Vielen Dank, Mariam El Mozayen für das Interview.

Das Interview führte Albrecht Molsberger